Öffentliche Führungen

Regelmäßige Führungen zur Sonderausstellung PEST! finden jeden Sonn- und Feiertag um 16 Uhr statt. Es ist nur der Eintritt zu entrichten.

Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 02323-94628-0 oder per E-Mail: lwl-archaeologiemuseum@lwl.org

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Führungen für Gruppen und Schulklassen

Wir bieten individuelle Führungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten für Erwachsene und museumspädagogische Programme für Schulklassen verschiedener Altersklassen an. Gerne beraten wir Sie dazu und stimmen Ihren Terminwunsch mit Ihnen ab unter Tel. 02323-94628-0.

Die Kosten stehen in Relation zur Dauer des jeweiligen Programms und sind mit 30 Euro pro Stunde zu kalkulieren. Entsprechend sind bei einem 90-minütigen Angebot 45 Euro und bei einem 2-stündigen Angebot 60 Euro zu entrichten. Alle Kosten verstehen sich zuzüglich des Museumseintritts, wobei Schüler bis 17 Jahre freien Eintritt haben!

Selbstverständlich können Sie unser Museum auch ohne ein begleitendes Programm als Gruppe besuchen. Um uns die Organisation vor Ort zu erleichtern, möchten wir Sie allerdings auch in diesem Fall um eine vorherige telefonische Anmeldung bitten.


Zusammen mit dem Museumsmaulwurf Kalle gehen die Teilnehmerinnen der Seuche und den medizinischen Möglichkeiten auf den Grund (Bild: P. Jülich)

Kalle ist krank!

Vorschulalter und Klasse 1

Auf ansteckungsfreier Spurensuche mit dem Museumsmaulwurf
Kalle, der Museumsmaulwurf, fühlt sich gar nicht gut. Die Nase läuft, der Hals kratzt, und Fieber hat er auch. Für den kleinen Ausgräber steht fest: Er hat die Pest. Dass es nicht so schlimm sein kann, zeigt ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung. Wir entdecken spannende Objekte zu den Themen „Krankheit“ und „Pest“ und finden sogar ein Mittel, das Kalle hilft: die beste Medizin. Hiervon darf selbstverständlich jeder auch etwas mit nach Hause nehmen.

Alter: 5-7 Jahre  
Dauer: 1 Stunde


Insbesondere Nagetiere wurden von der Pest befallen. Als Überträger dient der Rattenfloh, in dessen Magen sich das Bakterium Yersinia pestis sammelt. Durch den Stich des Flohs infiziert er seinen neuen Wirt. (Bild: LWL/A.Jordan)

„Hüte Dich vor der Ratte!“

Primarstufe und Sek I, Klasse 1–5

Leben und Überleben im Mittelalter  
Die Ratte genießt kein gutes Image. Sie steht für Schmutz, Unreinheit und kann zahlreiche Krankheiten auf den Menschen übertragen. Schon im Mittelalter galt das Tier deshalb als böses Vorzeichen, das Unheil verkündet. Die Teilnehmenden erkunden, wie die Menschen vor mehr als 500 Jahren mit solchem „Unheil“ umgingen und wie es den Alltag beeinflusste. Gab es Möglichkeiten, die Pest und andere Katastrophen abzuwenden? Gemeinsam finden wir es spielerisch heraus! Dabei gilt stets: Hüte Dich vor der Ratte!

Alter: 6-12 Jahre         
Dauer: 1,5 Stunden


Zutaten für ein Pestrezept: Die Rezepturen gegen die Seuche waren einfach bis hochkomplex. Dieses Rezept für einen privilegierten Bürger enthielt Zutaten wie Blattgold, „Einhorn“ oder rote Koralle – geholfen hat es freilich nicht. (Bild: Deutsches Apotheken-Museum Heidelberg/C. Sachße)

Pomander, Pomelle und Pillulae

Sekundarstufe I, Klasse 5–7

Mit mittelalterlichen Mitteln gegen die Pest
Die Pest verbreite im Mittelalter und in der frühen Neuzeit Angst und Schrecken. Ärzte, Bader und Quacksalber griffen zu unterschiedlichsten Methoden, um mit Hilfe der Medizin gegen die Seuche anzukämpfen. Die Teilnehmenden machen sich in der Ausstellung mit der Geschichte der Krankheit vertraut und entdecken verschiedenste „Heilmittel“ und Pestrezepte – von Pflastern über Tinkturen bis zu dubiosen Pillen. Was half wirklich, und was blieb wirkungslos? Gab es überhaupt wirksame Mittel? Wir machen den Test und stellen gemeinsam unsere eigene Pestmedizin zusammen. Sicher ist sicher.

Alter: 11-14 Jahre       
Dauer: 1,5 Stunden


Öl-Gemälde "De pest in de Sint-Jacobsparochie in Leuven": Die schiere Masse an Toten brachte die Überlebenden der Pest an ihre psychischen, körperlichen und organisatorischen Grenzen, wie hier in Leuven am Ende des 16. Jahrhunderts. (Bild: M-Museum Leuven)

Pest früher – und heute?

Sekundarstufe I, Klasse 8–10

Vom Schwarzen Tod im Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert
Die Pest gilt als Schrecken der Vergangenheit. Dabei ist die Seuche auch heute noch weltweit verbreitet – wenn auch mit weniger verheerenden Folgen als im Mittelalter. Auch hat sich der Umgang der Menschen mit dieser Krankheit verändert. Diese Entwicklungen nehmen wir anhand vieler spannender Ausstellungsobjekte genau unter die Lupe: Wie hat die Pest in den vergangenen 700 Jahren das Leben und den Tod der Menschen verändert? Welche Auswirkungen sind zu beobachten? Und sind vor der Pest noch immer alle Menschen gleich?

Alter: 13-17 Jahre       
Dauer: 1,5 Stunden


Fibel aus dem Pestgrab in Aschheim: In dem Grab aus der Mitte des sechsten Jahrhunderts konnte das Pest-Bakterium nachgewiesen werden. Die Fibeln waren den verstorbenen Frauen als Trachtschmuck mitgegeben worden. (Bild: AschheiMuseum/A. Pütz)

PEST! – Krankheit und Mythos.

Sekundarstufe II, und Erwachsene

Eine Zeitreise durch 5.000 Jahre Pestgeschichte
Steinzeit, Mittelalter, 21. Jahrhundert: Seit Jahrtausenden begleitet die Pest die Menschheit und sorgt für tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft. In dem Rundgang entdecken die Teilnehmenden Geschichten von Orten, Einzelpersonen und Menschengruppen, die dem Kampf gegen die Seuche auf unterschiedlichste Weise begegneten. Die Reise führt vorbei an den ältesten bekannten Pestgräbern, rätselhaften Schnabeldoktoren, einer spektakulären Totentanz-Inszenierung und modernsten medizinischen Geräten, die vor Augen führen: Geschichte ist die Pest längst noch nicht.

Alter: 16-99 Jahre
Dauer: 1,5 Stunden